Ratgeber Cluster-Kopfschmerz

Informationen für Betroffene und Interessierte

Cluster-Kopfschmerz: Therapie

Die Behandlung bei Cluster-Kopfschmerz umfasst eine Prophylaxe zur Vorbeugung gegen Kopfschmerzattacken und eine Akuttherapie, wenn es zu einer Kopfschmerzattacke gekommen ist.


Zur Behandlung einer akuten Kopfschmerzattacke werden in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) die Inhalation von Sauerstoff über eine Gesichtsmaske, die subkutane Injektion von Sumatriptan oder ein Zolmitriptan-Nasenspray empfohlen. Bei länger anhaltenden Attacken kann Sumatriptan oder auch Lidocain (Lokalanästhetikum) nasal angewandt werden.

Triptane wie Sumatriptan oder Zolmitriptan sind sog. Serotoninagonisten, die auch in der Migränetherapie eingesetzt werden. Sie stimulieren die Serotonin-Rezeptoren der Nervenzelle und simulieren so das Vorhandensein des Botenstoffs. Der genaue Wirkmechanismus konnte jedoch bis heute nicht entschlüsselt werden. Die lokale Anwendung von Betäubungsmitteln wie Lidocain oder auch die Inhalation von Sauerstoff verschafft nicht allen Patienten und auch nicht bei jedem Anfall Linderung. Dennoch empfiehlt die DNG jedem Patienten, diese Behandlungsoptionen wenigsten einmal auszuprobieren.

Zur Prophylaxe von Kopfschmerzattacken wird als Mittel der ersten Wahl derzeit Verapamil oder Kortison (Prednisolon) empfohlen. Verapamil ist ein sog. Kalziumkanalblocker, der den Einstrom von Kalziumionen in die Muskelzelle hemmt, was zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt. Glukokortikoide wie das Prednisolon sind Medikamente auf Basis des Nebennierenhormons Kortison bzw. synthetische Äquivalente, die entzündungshemmend wirken. Auch Lithium, Methysergid (Substanz, die aus Mutterkorn gewonnen wird) oder Topiramat können zum Einsatz kommen.

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  • Diagnose von Cluster-Kopfschmerz
    Die Diagnose von Cluster-Kopfschmerzen wird meist aufgrund des Arzt-Patienten-Gesprächs sowie neurologischer Untersuchungen gestellt.
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    Cluster-Kopfschmerzen können nicht geheilt werden. Allerdings lassen sich durch gezielte Therapiemaßnahmen Ausmaß und Häufigkeit der Schmerzattacken in den meisten Fällen minimieren. Betroffenen wird oft zum Führen eines Kopfschmerztagebuchs geraten.