Ratgeber Cluster-Kopfschmerz

Informationen für Betroffene und Interessierte

Cluster-Kopfschmerz

Rund 0,1 bis 0,9 % der Bevölkerung leiden an Cluster-Kopfschmerz, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Im Mittel sind die Patienten zwischen 28 und 30 Jahre alt, wenn sie erstmalig eine Kopfschmerzattacke erleben. Mit einem Verhältnis von 3:1 sind Männer von dieser Kopfschmerzerkrankung deutlich häufiger betroffen als Frauen.


Der Name Cluster-Kopfschmerz leitet sich von der englischen Bezeichnung „cluster“ für „Anhäufung“ ab. Dies bezieht sich auf die Ansammlung der Schmerzattacken, die über einen Zeitraum von Wochen bis Monaten teilweise bis zu achtmal am Tag auftreten und jeweils zwischen 15 Minuten und drei Stunden andauern können. Zwischen diesen Clustern liegen Monate bis Jahre, in denen der Betroffene beschwerdefrei ist.

Cluster-Kopfschmerz wird auch als Bing-Horton-Neuralgie, Histaminkopfschmerz oder Erythroprosopalgie bezeichnet. Es handelt sich um eine sog. primäre Kopfschmerzerkrankung, d. h. der Schmerz selbst ist die Erkrankung. Dies unterscheidet ihn von den sekundären Kopfschmerzen, bei denen die Beschwerden durch eine Grunderkrankung hervorgerufen werden.

Der Cluster-Kopfschmerz wird zu den trigeminoautonomen Kopfschmerzen (TAK) gezählt. Dies sind Kopfschmerzformen, die zwei Eigenschaften gemeinsam haben: kurz andauernde Schmerzattacken und obligatorische Begleitsymptome wie konjunktivale Injektion (ziegelrote Blutgefäße in der Bindehaut), Rhinorrhö (starke Absonderung von Nasensekret), nasale Kongestion (Blutüberfüllung in den Gefäßen der Nase) und Lidschwellung, die immer auf der Seite des Kopfes auftreten, wo auch der Schmerz lokalisiert ist.

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Kopfschmerz-News von Curado.de

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    Cluster-Kopfschmerzen werden bei vielen Betroffenen durch bestimmte Reize wie Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln oder unregelmäßige Schlafzeiten ausgelöst. „Menschen, die unter Cluster- Kopfschmerz leiden, können die Häufigkeit von Attacken verringern, wenn sie darauf achten, wodurch die Beschwerden möglicherweise ausgelöst werden, und diese so genannten Trigger vermeiden“, rät Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld.
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    Schon der Vater der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung Thomas Jefferson und der Schriftsteller Franz Kafka sollen darunter gelitten haben: extrem heftige und in Episoden wieder kehrende Kopfschmerzattacken, die als Cluster-Kopfschmerz bezeichnet werden. Vor allem Männer zwischen 20 und 40 Jahren sind von dieser Erkrankung betroffen.
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    Die bislang besten Beweise für den Nutzen von inhaliertem Sauerstoff gegen so genannte Cluster-Kopfschmerzen hat eine Studie mit 76 Erwachsenen erbracht, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde.